Vereinsgeschichte

Der Lauf durch alle Ecken und Enden des Kreises

Zu Ehren des Turn und Sportfestes Leipzig 1983 hatte unsere Laufgruppe die Idee, alle Orte des Kreises Stendal anzulaufen. Dieses Vorhaben wurde im März 1982 gestartet und im Juni 1983 beendet. Das Ziel war es, die Meilenbewegung zu mobilisieren und unseren Heimatkreis kennenzulernen. Wir sagten uns auch, erst einmal den Kreis kennenlernen, bevor man in die große Welt zieht.

Die insgesamt 79 Gemeinden, Städte und Ortsteile teilten wir in 13 Etappen in Strecken von 12 bis 25 km ein. Die Vorbereitungen waren sehr gründlich. Wir besorgten uns ein Register der Natur, Boden und Baudenkmäler des Kreises Stendal.

Hinter Grassau war die Welt zu zu Ende

1982 – Die Laufgruppe Haeder auf Tour durch den Kreis Stendal

Gruppenbild Erstmal das nahe Umfeld kennenlernen, bevor man in die weite Welt zieht, sagten wir uns und erkundeten 1982-1983 zunächst den Kreis Stendal. Wir waren voller Tatendrang, die Meilenbewegung grassierte und bei Grassau passierte es …
Trotz genauester Vorbereitung und Kartenstudium war für uns hinter Grassau auf einmal die Welt zu Ende.

Das Begleitfahrzeug blieb stecken Zu allem Überfluß blieb auch noch unser Begleitfahrzeug im Dreck stecken. Der Waldweg endete im Nichts und keiner wußte, wohin nun weiter. Es war heiß und wir ließen die Köpfe hängen. Das war gut so. Wir fanden eine Brieftasche, die wir später dem Inhaber zuschickten.

Dieser antwortete uns daraufhin erfreut: “Vielen Dank für die Papiere. Dadurch konnten wir unsere Reise nach Ungarn noch rechtzeitig antreten. Wie stark ist denn Eure Gruppe?”

Vermutlich wollte er uns etwas zukommen lassen. Wir schrieben – 170 Mitglieder – und hörten danach nichts mehr von ihm. Wenigstens den LKW hatten wir wieder mit einem Traktor herausbekommen.

Gelaufen wurde Mittwoch Nachmittag bzw. Sonnabend Vormittag. Für jede Strecke war ein Sportfreund verantwortlich. Mit den Bürgermeistern, Schuldirektoren, BSG-Vorsitzenden und anderen Bürgern wurde Kontakt aufgenommen und ein Zeitplan aufgestellt, der die Besichtigung der wichtigsten Bau, Boden und Naturdenkmäler beinhaltete, aber auch Gespräche mit Schülern, Bürgern und Sportlern vorsah. Wer von uns wußte schon, daß in Bülitz ein Großsteingrab, in Uenglingen eine alte Burganlage, in Schönfeld eine 800jährige Stileiche, in Rindtorf ein Vogelschutzgehölz, in Billderge ein Viertelmeilenstein, in Rindtorf eine eiserne Wasserpumpe mit zwei Ausläufen, in Welle ein ehemaliges Herrenhaus (1870) in Wittenmoor sich mitten im Ort ein einzigartiges Kesselmoor befindet.

Insgesamt beteiligten sich 19 Sportfreunde aus unserer Gruppe an den einzelnen Etappen. 2026 “Meilen” wurden dabei von unseren Sportfreunden bewältigt.